Lässt sich mein Organ erhalten?
Die Frage nach dem Organerhalt ist oft auch die Frage, wie sich das Leben nach einer Behandlung verändert. Entscheidend sind Lage und Ausdehnung des Tumors, Ihre allgemeine Gesundheit und die Möglichkeiten der Nachsorge.
Niere
Bei kleinen, örtlich begrenzten Nierentumoren kann die Entfernung des Tumors unter Erhalt des übrigen Nierengewebes infrage kommen. Wie viel Gewebe sich erhalten lässt, hängt unter anderem von Lage und Größe ab. Im Gespräch werden auch die Funktion beider Nieren und die Risiken des Eingriffs berücksichtigt.
Harnblase
Bei ausgewählten Menschen mit einem nicht metastasierten, muskelinvasiven Blasentumor kann ein blasenerhaltendes Konzept eine Alternative zur Blasenentfernung sein. Es umfasst in der Regel eine möglichst vollständige endoskopische Tumorentfernung sowie eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie. Die Auswahl erfordert eine interdisziplinäre Beratung. Engmaschige Nachkontrollen gehören dazu. Später kann dennoch eine Blasenentfernung erforderlich werden.
Prostata
Bei geeigneten Niedrigrisiko-Tumoren kann eine aktive Überwachung mit fest vereinbarten Kontrollen sinnvoll sein. Dabei bleibt die Möglichkeit einer späteren Behandlung erhalten. Davon zu unterscheiden sind fokale Verfahren, die einen Teil der Prostata behandeln. Ihr Stellenwert und die Langzeitergebnisse hängen vom Verfahren ab. Wir besprechen auch etablierte Alternativen wie Operation oder Bestrahlung und die Folgen für Kontinenz und Sexualfunktion.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionsstand 2. November 2026
